| Argentinien | |
Eine Besonderheit ist, dass viele Reben mit durchschnittlich
50 Jahren sehr alt sind. Da die Reblaus (auch auf Grund des oft sandhaltigen
Bodens) kaum eine Bedeutung gespielt hat, wachsen die meisten Rebstöcke
auf eigenen Wurzeln. Zu rund zwei Dritteln werden einfache, alkoholarme
TischWeine erzeugt (vorwiegend helle RotWeine), die ausschließlich
im Lande konsumiert werden. Aus weißen Sorten werden auch trockene,
alkoholreiche, sherryähnliche Weine gekeltert. Das 1959 gegründete "Instituto
Nacional de Vitivinicultura" gibt die Richtlinien vor und kontrolliert
deren Einhaltung. Es gibt drei Qualitäts-Kategorien. Die “Vinos
de Corte” stammen hauptsächlich aus Mendoza und San Juan und
sind ausschließlich für den Verschnitt bestimmt. Bei den relativ
leichten “Vinos Communes” wird kein Wert auf Herkunft, Jahrgang
oder Reinsortigkeit gelegt. Die “Vinos Finos” unterliegen
genauen Vorgaben und strengen Kontrollen und werden in zwei Stufen unterschieden.
Zur Stufe “A” zählen die meisten Weiß- und Rosé-Weine,
die zumindest ein Jahr in der Flasche reifen müssen. Zur Stufe “B” gehören
die qualitativ besten Weine, vor allem sind dies RotWeine. Im Jahre 1993
wurde ein Ursprungs-System eingeführt, das unter anderem auch Ertrags-Beschränkungen
beinhaltet. Als erste DO wurde Luján de Cuyo (Mendoza) klassifiziert.
Gefolgt sind Maipú, Rio Negro, San Rafael und Valle de Calchaqui.
Die Kontrolle ist bislang nicht staatlich, sondern erfolgt auf freiwilliger
Basis. Heute werden von rund 50 der insgesamt 1.100 Weinkellereien (die
ihre Trauben zum großen Teil von Trauben-Winzern beziehen) ausgezeichnete
Weine produziert. |
|
| Hier gehts zur Startseite von Deutsch-online | |
| Hier gehts zum Intro von Deutsch-online | |
| 3 | 4 |
| 5 | 6 |