| |
Der Weinbau in diesem südamerikanischen Land wurde vermutlich durch
die spanischen Conquistadores über Peru oder Mexiko eingeführt.
Die ersten Rebstöcke pflanzte im Jahre 1551 Don Francisco de Aguirre
in La Serena. Wenige Jahre später führte sein Schwiegersohn Juan
Jufré Reben bei Santiago im Valle Central ein. Die ersten Rebsorten
waren die aus Spanien stammenden Albilho, Moscatel, Pais (identisch mit
der historischen Mission) und Torontel.
Die Rebflächen betrugen im Jahre 2000 insgesamt 174.000 Hektar Rebfläche,
von denen aber nur rund 6,4 Millionen Hektoliter Wein produziert wurden.
Denn nur 60.000 davon werden für Weinbau genutzt, 10.000 Hektar dienen
für die Erzeugung der GrundWeine für die Destillation des BranntWeines
Pisco und vom großen Rest werden Tafeltrauben erzeugt. Durch die
besondere geographische Lage (westlich der Pazifik, östlich die schützenden
Anden) konnte die Reblaus dort nie so richtig Fuss fassen. Es wird vermutet,
dass durch die traditionelle künstliche Bewässerung (besonders
im Norden, wo kaum Regen fällt) in Form einer Überflutung der
Weingärten die wenigen Exemplare dieses Schädlings immer wieder
vernichtet werden.
Die QualitätsWeine werden aus den Sorten Cabernet Sauvignon (23% der
Rebfläche), Sauvignon Blanc (11%), Chardonnay (8%), Merlot (7%) und
Sémillon (5%) erzeugt. Die hier als Sauvignon Blanc bezeichnete
Rebe hat aber mit dem echten Sauvignon Blanc wenig zu tun (siehe dazu unter
Sauvignon Vert). Die hier auch Sauvigonasse genannte Sorte wird zunehmend
durch die echte ersetzt.
|