| Weine Neue Welt | |
| Auch Wein aus der Neuen Welt (Wein Neue Welt, Neue Welt Weine) führen wir im unserem Portfolio. | |
Dazu zählen im Weinbau USA, Südamerika, Australien, Neuseeland und Südafrika (man könnte auch noch Kanada hinzurechnen). Diese Gebiete wurden ab Anfang des 16. Jahrhunderts durch die großen Entdeckungs-Reisen für den Weinbau erschlossen. Die Kolonisten hatten vor allem eine religiöse Motivation für den Weinbau, nämlich um MessWein zu erzeugen. Auf dem nordamerikanischen Kontinent (besonders an der Ostküste) gab es zahlreiche, in den Wäldern wuchernde Wildreben, eine gezielte Kultivierung und Wein-Bereitung war jedoch bei den UrWeinwohnern unbekannt. Die Kolonisten konnten auf Grund der Eigenart der Amerikaner-Reben keinen trinkbaren Wein daraus gewinnen und man begann, überall europäische Sorten anzupflanzen. Doch die Reblaus, Pilzkrankheiten wie Mehltau, andere Rebstock-Krankheiten und extreme klimatische Bedingungen ließen die meisten der unzähligen Versuche scheitern. Die Ursachen blieben Jahrhunderte unbekannt. Besser funktionierte es im Süden, wo es diese Krankheiten und Schädlinge nicht in diesem Umfang gab. Der Holländer Jan van Riebeeck (1619-1677) pflanzte im Jahre 1655 in der Nähe von Kapstadt die ersten Rebstöcke, das war der Beginn in Südafrika. Als Vater des südafrikanischen Weinbaus gilt aber der Gouverneur Simon van der Stel (1639-1712), der 1685 das berühmte Weingut Constantia gründete. Ab 1788 wurde Australien für den Weinbau erschlossen, als ein englisches Sträflingsschiff unter Captain Arthur Phillip im Hafen von Sidney landete. Und im Jahre 1819 folgte dann Neuseeland, wo aus Australien stammende Rebstöcke auf der Nordinsel gepflanzt wurden. Der Weinbau in den Ländern der Neuen Welt erreichte schon vor 200 Jahren die ersten Höhepunkte. Weine aus Südafrika wurden im 18. Jahrhundert an den russischen Zarenhof (siehe unter Constantia) und Weine aus Chile an den spanischen Hof geliefert. Im 19. Jahrhundert belegten Weine aus Argentinien bei Weltausstellungen Spitzenplätze und eroberten viele Goldmedaillen. Doch dann wurde es ab Anfang des 20. Jahrhunderts etwas still, ein Neubeginn erfolgte erst wieder ab den 1960er-Jahren. Besonders hervorzuheben als bahnbrechende Weinbau-Pioniere sind unter anderem Robert Mondavi und Joe Heitz (1919-2000) im kalifornischen Napa Valley, die Gebrüder Gallo im kalifornischen Central Valley, Max Schubert (1915-1994) in Australien, sowie James Busby (1802-1871) in Neuseeland. All diese Männer wandten neue Weinbau-Techniken an und setzten entscheidende Impulse. Sie stützten sich dabei auf die Erfahrungen der traditionellen Weinbau-Länder Italien, Frankreich, Spanien und Deutschland und führten europäische Rebsorten ein. |
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