| Südafrika | |
Der holländische Arzt und Kaufmann Jan van Riebeeck (1619-1677) gründete im Jahre 1652 Kapstadt und pflanzte im Jahre 1655 am Fuße des Tafelberges in der Nähe von Kapstadt die ersten aus Europa mitgebrachten Rebstöcke. Der erste nachweisliche Jahrgang war ein 1659er mit 15 Liter Muskateller-Wein. Das Klima ist nahezu ideal für den Weinbau. Die Nähe zum Atlantischen Ozean im Westen und zum Indischen Ozean im Osten prägt den "Wein zwischen zwei Ozeanen". Es gibt einen langen, meist sonnigen Sommer und (von Mai bis September) einen milden aber feuchten Winter. Der kalte und böige Wind aus Südost heißt "Cape Doctor", weil er die Luft reinigt - aber die Winzer fürchten ihn, weil er die Reben beschädigen kann. Man unterscheidet vom Klima, Bodentyp und Weintyp her zwei Hauptregionen: die unter Einfluss des Artlantiks gemäßigtere und regenreichere Coastal Region mit zumeist trockenen Weiß- und RotWeinen und die regenärmeren und heißeren durch Bergketten abgetrennten Gebiete Klein Karoo, Olifants River, Robertson und Worcester mit alkoholreichen Dessert-Weinen. Speziell die küstennahen Gebiete wie Constantia, Durbanville, Overberg, Philadelphia, Stellenbosch und neuere an der Westküste werden vom nahen Meer beeinflusst. Die kühlenden Brisen und die Abkühlung in der Nacht sorgen für lange Reifeperioden und sind für QualitätsWeine sehr förderlich. In den wärmeren Gebieten muss großteils eine künstliche Bewässerung erfolgen. Die Rebflächen mit 117.000 Hektar liegen zu 80% in der Provinz
Western Cape in einem Umkreis von 200 Kilometer um die Hauptstadt Kapstadt,
am Südzipfel des afrikanischen Kontinents. Im Jahre 2000 wurden
rund sieben Millionen Hektoliter Wein produziert. |
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